Klinische Hypnose 2018-11-26T23:23:24+00:00

Klinische Hypnose

oder Hypnotherapie

Viele Therapieverfahren arbeiten nach einem relativ starren Ansatz, der eine spezifische Therapieform für ein spezifisches Symptom vorsieht.
Die Hypnotherapie hingegen bietet individuelle und flexible Ansätze. In der Hypnotherapie geht es darum, innere Ressourcen zu aktivieren und einen direkten Zugang zu unterbewusst kontrollierten Handlungs- und Denkweisen herzustellen.

Hypnotische Trance ist dem Zustand des Tagträumens sehr ähnlich. Zu keinem Zeitpunkt wird dabei die Kontrolle abgegeben oder ein Tiefschlaf ähnlicher Zustand hergestellt. Im Gegenteil der Klient ist sehr wohl in der Lage zu sprechen und zu gestikulieren sowie Umgebungsgeräusche wahrzunehmen.
Im EEG wird bei der Hirnwellenanalyse ein Zustand zwischen Wachheit und einschlafen dargestellt. In der Hypnotherapie verhilft der Therapeut seinen Klienten dazu einen Trancezustand zu erreichen, der ähnlich wie beim meditieren eine fokussierte Konzentration und Entspannung ermöglicht. Dieser
Zustand verhilft dem Geist dabe,i offen und aufnahmefähig für neue Ideen und Anregungen zu sein. Hieraus entstehen positive Synergien, die Veränderungen des unbewussten Denkens, Fühlens und Verhaltens herbeiführen. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass nur 5 % unserer mentalen
Kapazität dem bewussten Handeln zur Verfügung steht. 95 % unserer Handlungsweisen (Fühlen, Denken, Verhalten) werden unbewusst gesteuert.

In der Hypnotherapie werden eben genau diese 95 % unseres mentalen Potenzials genutzt, um aus eingefahrenen Denkmustern und Handlungsweisenherauszukommen. Der Parasympathikus ist als Hirnregion unmittelbar für Entspannung verantwortlich und bringtKörper und Geist in einen Zustand in dem sich der Organismus regenerieren kann. Mittels Hypnose lässt sich der Parasympathikus sehr erfolgreich aktivieren. Sein Gegenspieler der Sympathikus, ist hingegen für Stressreaktionen verantwortlich. Diese setzen den so genannten Fight-Flight-Mode also Kampf-Fluchtmodus in Gang. Dieser Modus übt in Notfallsituationen einen sehr sinnvollen Job aus, der uns vor tausenden von Jahren einen deutlichen Überlebensvorteil verschaffte. Blutdruck,
Herzrate, Atmung und diverse weitere autonome körperliche Prozesse werden hier reguliert. Heutzutage haben wir in modernen Gesellschaften eher mit chronischen Stressbelastungen zu tun, die zu einer Dysbalance zwischen dem parasympathischen und dem sympathischen System führen.
In der Hypnose können die Eigenschaften des Parasympathikus aktiviert werden, was die Balance der beiden Neurosysteme wiederherstellt. Der Körper kommt somit zur Ruhe, was dem Organismus dabei hilft sich mental und physisch zu regenerieren.

Die klinische Hypnose oder Hypnotherapie kann somit als hoch kreativer Zustand, einer tiefen Entspannung bezeichnet werden, bei dem eine fokussierte Konzentration entsteht. Damit kann das gesamte mentale Potenzial einer Person zur Überwindung der eigenen Probleme genutzt werden.
Hypnotherapie ist somit eine Therapieform, die explizit darauf abzielt, Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen und Lösungen im Potenzial des Klienten zu finden.